WO BIN ICH?

Bei „Akrobatik“ denken viele an Hochseillaufen. Andere sehen Salto-springende menschliche Flummis vor dem geistigen Auge. Wieder andere verbinden es mit Einrad fahren. Aber fast alle denken, Akrobatik ist nur etwas für hyperbewegliche Muskelpakete.

Naja, sagen wir mal, es schadet nicht, wenn man beweglich ist und über ein wenig Kraft verfügt. Aber das ist keine Voraussetzung. Alles was man braucht, ist ein klein wenig Körpergefühl. Der Rest sind Techniken, die erlernt werden können. Jeder kann das lernen. Naja, vielleicht nicht bis zum Zirkus-Niveau, aber das muss ja auch nicht sein.

Bei der Akrobatik im engeren Sinne turnt man, salopp gesagt, aufeinander herum. Der eine hebt den Anderen, oder man klettert sich gegenseitig auf die Schultern. Wenn man beginnt, Akrobatik zu lernen, geht es erst einmal darum, das gemeinsame Gleichgewicht zu finden. Das macht Spaß und schult die Körperwahrnehmung. Später geht es um die Orientierung im Raum, z.B. wenn man kopfüber in einer Position verharrt. Weiß ich dann noch, wo oben ist? Wo ist hinten, wo vorn? Und was mache ich, wenn ich das Gefühl habe, ich kippe langsam in eine Richtung um? Aber keine Angst: niemand kippt hier um, denn es wird immer mit Hilfestellung trainiert.

Hat man es gelernt, den Überblick zu behalten, wo sich welches Körperteil befindet, kann man sich zu zweit oder zu dritt anzunehmend komplizierter werdenden Figuren und Tricks versuchen. Und schon gelingen Dinge, die vor wenigen Monaten noch unheimlich schwierig wirkten.

Eine sehr schöne Sportart. Es werden so ziemlich alle Muskelgruppen benutzt. Dadurch wird der Körper recht gleichmäßig belastet. Man erlangt sowohl Kraft als auch Beweglichkeit. Am meisten wird die Bewegungskoordination gefördert. Aber das Schönste daran ist, dass es ein sehr kommunikativer Sport ist. Wenn etwas nicht klappt, muss man miteinander reden, sich Rückmeldungen geben, um heraus zu finden, wo es hakt. („Kann es sein, dass ich zu schnell geschoben habe?“ „Balancierst du oder balanciere ich?“ „Versuch doch bitte mal, mir die Fußspitze etwas sanfter in den Bauch zu bohren.“) Und es wird sehr viel gelacht! Auch, wenn etwas schief geht. Ja, das bietet sogar das größte Potential für komische Situationen.

Mein akrobatischer Werdegang: im Alter von 7 Jahren begann ich mit Geräteturnen, wechselte aber mit 10 zur Sport-Akrobatik. Da nahm ich auch an Wettkämpfen teil und gewann mit meinen jeweiligen Turnpartnern einige Goldmedaillen bei DDR-Meisterschaften. Mit 15 legte ich eine Pause ein, die 10 Jahre dauerte, dann kam ich zurück zur Akrobatik und verdiente damit auch meinen Lebensunterhalt: Auftritte in ganz Deutschland, Holland, Irland, Österreich und der Schweiz. Lehrtätigkeit in Bremen, weiteren Städten Deutschlands, Hollands, Dublin und Belfast. Klingt bestimmt beeindruckend, aber auch ich habe damit angefangen, zu versuchen auf einem Bein zu stehen ohne umzufallen. Leute, vergesst die Hemmschwellen! Probiert es einfach mal aus !

Interessierte melden sich bitte bei mir oder schauen einfach ab 18. April donnerstagabends um 19:30 Uhr in die TuS-Halle.

Kathleen Giersch,
Wremen

Fon: 04705-6603717
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www.akrobatik.net

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